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WCM Marketperformer


28.11.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von WCM (WKN 780100) als Marketperformer ein.

Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden Roland Flach zufolge stehe WCM mit potenziellen Übernahmeinteressenten für das Ehlerding-Aktienpaket (46%) in Kontakt. Die Entscheidung über einen Verkauf treffe allerdings ausschließlich die Familie Ehlerding. Diese hätte bereits angekündigt, sich von WCM-Aktien trennen zu wollen, um einen Teil der privaten Schulden in Höhe von 500 Mio. Euro zu tilgen.

Das Unternehmen verfüge über einen Bestand von 55.000 Mietwohnungen. Hinzu würden die Immobilien, die sich im Bestand der Tochtergesellschaften IVG und MAAG befinden kommen. Insgesamt taxiere WCM den Immobilienbestand auf einen Verkehrswert von rund 7,5 Mrd. Euro. Dem würden Schulden von 2,3 Mrd. Euro gegenüber stehen. Die Wohnimmobilien sollten in Zukunft teilweise privatisiert werden, um die Liquidität des Unternehmens zu verbessern. Dabei werde ein Wert von drei Prozent pro Jahr angepeilt.

Belastet durch hohe außerordentliche Abschreibungen sei das Ergebnis nach neun Monaten stark in die Verlustzone geraten. Der Umsatz hätte bedingt durch die erstmalige Konsolidierung der Klöckner-Werke zwar deutlich auf 667 Mio. Euro gesteigert werden können, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe jedoch von 174 auf 41 Mio. Euro nachgegeben. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit habe bei minus 121 Mio. Euro nach plus 72 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum gelegen. Auf das Ergebnis hätte insbesondere das negative Finanzergebnis in Höhe von 102 Mio. Euro sowie die auf 105 Mio. Euro verdoppelten Abschreibungen gedrückt.


Die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel (Kasse und Wertpapiere) hätten sich von 691 auf 282 Mio. Euro reduziert. Bei der Beteiligung an der Commerzbank sei vorerst auf weitere Abschreibungen verzichtet worden, was im vierten Quartal 2002, abhängig von der Kursentwicklung der Commerzbank, zu weiteren Abschreibungen führen könnte. WCM plane in den kommenden 12 Monaten den Verkauf von nicht strategischen Immobilien im Wert von rund 500 Mio. Euro. Das Unternehmen prognostiziere für 2003 ein deutlich besseres Ergebnis.

Neben Problemen im Beteiligungsgeschäft (schwaches Kapitalmarktumfeld) habe das Unternehmen nun zusätzlich mit erheblichen Problemen im Immobiliengeschäft zu kämpfen. Die Privatisierungsquote bei Immobilien, die wesentlich das operative Ergebnis beeinflusse, werde im laufenden Jahr nur bei 1% liegen und damit am unteren Rand der Unternehmenserwartungen. Weiterhin hätten Abschreibungen auf die ehemalige Immobilientochter von Herlitz das Spartenergebnis belastet.

Die Zahlen für die ersten neun Monate 2002 seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Kritisch sei die Beteiligung an der Commerzbank zu beurteilen, die nach Unternehmensangaben als mittelfristiges Engagement betrachtet werde. Aus dieser Beteiligung könnte erheblicher Abschreibungsbedarf im vierten Quartal 2002 entstehen.

Fraglich sei, ob im kommenden Jahr ein sich aufhellendes Kapitalmarktumfeld die Probleme im Beteiligungsgeschäft lösen könne. Weiterhin würden Probleme im Immobilengeschäft belasten. Das Unternehmen würde sich als Übernahmekandidat betrachten. Als Investor auf die Übernahme und einen möglichen Aufschlag auf den Aktienkurs zu spekulieren, erscheine den Analysten riskant.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln nehmen ihre Einschätzung der Aktie von WCM von Outperformer auf Marketperformer zurück.




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